Sebastian Klawiter

Sebastian Klawiter studied architecture M.A, is an listed interior architect and master carpenter. He produces site-specific architecture, installations, furniture, exhibitions and processes. Participative in his approach he designs and researches in various constellations, on different scales at the intersection of architecture, urban planning, craft and art. Since 2016, he has been working in research and teaching at various universities. In 2019/20, he was  appointed as guest professor at Stuttgart State Academy of Art and Design Stuttgart (@abkstuttgart), is co-founder of the collective Stadtlücken (@stadtluecken) and was fellow at Akademie Schloss Solitude(@akademiesolitude) 2021/ 22.

Currently, Sebastian teaches at the Technical University of Munich, sustainable urbanism (@architecture.tum), is part of the @akademiesolitude summer show and will be a residence @clubhybrid  for the “Werkstatt für Stadtstücke” in Graz, July 2022.

Konzeption,Entwurf  und Wettbewerbsgewinn|  Kommentar im öffentlichen Raum | Sommer München 2022

 

5.9.72 heute kein Programm, ist ein künstlerisches Kommentar – eine Installation im öffentlichen Raum. Der Tag markiert eine radikale Unterbrechung. Das Attentat auf das Team der israelischen Mannschaft stellt eine jähe Zäsur der Olympischen Spiele dar. Im Moment des kaum zu fassenden Ereignisses machten die Künstler Peter Mell, Hans Poppel und Uwe Streifeneder einen Siebdruck, der das letzte Zeichen des erstmals stattfindenden Kulturprogramms sein sollte – heute kein programm – 5.9.72

 

Im Zentrum des Projekts von Fanti Baum & Sebastian Klawiter steht jener Moment der angehaltenen Zeit. In großen leuchtenden Lettern setzen sie den Schriftzug auf das Dach der Tribüne der Kanu- und Ruderregattastrecke und wollen so der radikalen Unterbrechung Platz einräumen. Denn der sich selbst aussetzende Satz verweist für Sie auf eine Leeerstelle und offene Wunde, und vermag vielleicht die Erinnerung wach –, das Denken in der Schwebe zu halten, über ein Ereignis, das die Welt berührt hat. Als ausgesetztes Monument – (monere: erinnern, auffordern, warnen, verweisen auf) – spricht es von einem der fast vergessenen Olympiaorte als Kunst genauso zur Spektakelmaschine des Sports wie es die Vorbeikommende dazu einlädt, für einen langanhaltenden, ausgedehnten Moment in Gedanken bei Ereignissen und Opfern des Attentats von 1972 zu verweilen.

 

www.publicartmuenchen.com

 

Projekt Information

 

Art
Installation
 
Zeitraum
August – Dezember 2022
 
Status 
laufend

Ort
Olympia-Regattastrecke München

Type
Wettbewerbsgewinn Startsignale 50 Jahre Olympische Spiele 1972 München

Auftraggeberin
Public Art München, Kulturreferat der Landeshauptstadt München

Partnerin
heute kein program Olympischen Spiele 1972Stadtplaner Werner Ruhnau Sebastian Klawiter Fanti Baum
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Möbelentwurf | Ō – Tisch | Stadtlücken | 2019   Entwurf und Umsetzung eines Esstisches als Modell im Maßstab 1:25 für das partizipatives Workshopformat Fairytale Dinner. Die farbig changierende Oberfläche des Tisches referenziert die lokale Autotuner Szene.   Publikation Mark Julien Hahn   Workshopkonzeption Valerie Rehle unterstützt von Stadtlücken e.V.   Fotos 2,3,4,7 Hanna Noller (Stadtlücken) 8 Valerie Rehle (Stadtlücken)
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Konzeption & Ausfühurng| Installation | mit Stadtlücken | 2017   Durch einer digitalanalogen Gehschule, einem Stadtstreifenautomat und einer öffentlichen Diskussionsrunde regte der Verein Stadtlücken im Rahmen des Reallabors für nachhaltige Mobilitätskultur die Bürger*innen der Stadt Stuttgart zum nachdenken über ihre eigene Mobilität an. Wo willst du in der  Stadt gehen können? Muss man sich die Stadt erlaufen? Ist der  Moment zum Flanieren gekommen?   Nachhaltige Mobilität dreht sich nicht um neuartige Technologien, Fahrradkolonnen und wendige Car2Gos. Nein, sie betrifft auch das älteste Fortbewegungsmittel schlechthin – unsere Füße! Warum gehen wir in unserer Stadt so ungern zu Fuß? Mehrspurige Straßen, chaotische Kreuzun- gen, vorbeidonnernde Autos und Lkws, Schienenverkehr,  Ampeln – oft müssen Fußgänger dem Schnelleren den Vortritt lassen. Mit einer Ausnahme: am Zebrastreifen. Der  Zebrastreifen ist eine Lücke im endlosen Verkehrsfluss, ein kommunikatives Element, das von allen gegenseitige Rücksichtnahme und Aufmerksamkeit fordert. Der Zebrastreifen macht dem Fußgänger Platz, sich in seiner Stadt ungehindert zu bewegen.   www.stadtluecken.de
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