Lehrauftrag | Modelle bauen! | Akademie der Bildenden Künste München
Im Rahmen des Moduls »Modellebauen« an der Akademie der Bildenden Künste München machten wir uns im Sommersemester 2021 gemeinsam, auf die Suche nach neuen und alten Darstellungsweisen sowie praktischen Techniken im Modellbau. Wie entsteht ein gutes Modell? Was ist eine räumliche Skizze? Was möchte ich darstellen? Und wer ist eigentlich Charlotte Perriand?
Mit diesen Fragen will das Modul »Modellbau« zum nachdenken und reflektieren der eigenen Entwurfsarbeit anregen, eingebrannte Sehgewohnheiten aufbrechen und die Möglichkeit bieten über den eigenen Tellerrand der Disziplin zu blicken. Dabei arbeiteten wir an der Schnittstelle zwischen Innenarchitektur, Design, Handwerk, Architektur und Städtebau in unterschiedlichen Maßstabsebenen und haben so neue Darstellungsweisen für die eigene Entwurfsarbeit erkundet. Dabei waren wir ganz bei Otl Aichers Aussage »vom denken zum machen übergehen und am machen neu denken lernen.«
Sustainable Urbanism Eins | Vorlesungsreihe | Vertiefung | |Radiosendung | München
was macht in zwischen stadt? & was macht in zukunft stadt? Dieses Semester möchten wir bewusst den Blick weg von den großstädtischen urbanen Zentren hin zu Orten an der Peripherie len- ken. Wo Autohäuser, Kiesgruben, Reithöfe, Bau- märkte, Caravanabstellplätze, Autobahnzubringer und Einfamilienhaussiedlungen direkt an landwirt- schaftliche Flächen angrenzen, wo Esel an Schall- schutzwänden weiden und wir nicht genau wissen wo Stadt eigentlich anfängt und wo Ortschaft aufhört. Diesem Unbehagen des Stadtrandes möchten wir uns aus unterschiedlichen Positionen und Blickwin- keln nähern und in der Vorlesungsreihe, Sustainable Urbanism Eins, gemeinsam mit Expert*innen aus unterschiedlichen Blickwinkeln diskutieren. Das Vertiefungsseminar geht noch einen Erkundungsschritt weiter und berichtet LIVE mit einem Radioprogramm über Ort und Welt, Raum und Zeit, Stadt und Land über selbst erlebte Erfahrungen, Positionen und Veränderungen aus der Zwischenstadt.
Die Seminarreihe versteht sich als offener Denk- und Diskussionsraum und ist darüber hinaus in eine universitätsübergreifende Forschungs- und Reflexionsgruppe eingebunden, bestehend aus unterschiedlichen deutschsprachigen Universitä- ten mit dem Ziel, weiter über die Zukunft dieser Zwischenräume nachzudenken.
Gif: Haus-Rucker-Co, Nürnberger Finger, 1971
Konzeption und Organisation: Sebastian Klawiter
Projekt Information
Vertretungsproffesur | Klasse Entwerfen, Architektur und Design | Masterstudio Provisorische Architektur | Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart | WiSe 2019/ 2020
Im Rahmen der Vertretungsprofessur im Wintersemester 2019/ 2020 machten sich die Studierenden selbstständig auf die Suche um eine Problemstellung im Kontext der Architektur zu erkennen und für dieses gemeinschaftlich mögliche Lösungsansätze zu erarbeiten war Kerngedanke im Masterstudio »Provisorische Architektur«, welches im Rahmen der Vertretungsprofessur Klasse Entwerfen, Architektur und Design an der im Wintersemester 2019/ 2020 an der Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart im Wintersemester 2019/ 2020 umgesetzt wurde.
Ausgehend von textlichen Überlegungen Haus Rucker-Co´s zur Stadtgestaltung (vgl. Ortner 1977) wurde das Lehrformat als Vermittler:in zwischen Wissenschaft, Stadtverwaltung und Zivilgesellschaft sowie als Inkubator für transdisziplinäre Zusammenarbeit entwickelt. Gemeinsam suchten die Studierenden nach neuen Gestaltungsspielräumen, die es ihnen möglich machten, aktiv in Räume einzugreifen, um zwischen Realität und Vision zu vermitteln. Provisorische Architekturen dienten den Studierenden dabei als Werkzeug, neue Gestaltungsansätze im architektonischen Maßstab 1:1 zu testen, diese zu evaluieren um Potenziale für mögliche Veränderungsprozesse zu identifizieren. Die Projekte wurden so zu Strategien, die den Diskurs rund um den Wandel unserer bereits gebauten Umwelt weiter anstoßen und damit neue Denkweisen aufzeigen. Die Gestaltung ihrer unmittelbaren Umwelt eröffnete den Studierenden den Freiraum, ihre erarbeiteten Fragestellungen zu durchdringen, Haltung einzunehmen um Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen.
Projekte: Neckarinsel – Tine von Raven (Akademiepreis abk, Anerkennung die jungen Hugos bda); die If – Theresa Weiland, Paul Wöllner, Jim Wolff,Ralf Hinrichs; Playtopia – Regina Stolz; Raumhybrid – Gabriel Deliancourt
Vertretungsprofessur | Klasse Entwerfen, Architektur und Design | Seminar Kooperation | Akademie der Bildenden Künste München | WiSe 2019/ 2020
Was genau versteht man eigentlich unter Kooperation? Im Rahmen der Gastprofessur im Wintersemester 2019/ 2020 machten wir uns im Seminar Kooperation mit Studierenden der Klasse Entwerfen, Architektur und Design, aktiv auf die Suche nach neuen Möglichkeiten der Zusammenarbeit. Was ist Kooperation? Was ist das eigene Talent? Welche Technik, Methode, Denkweise zeichnet die eigene Arbeit aus? Wann kooperieren Menschen? Was wollte ich schon immer mal ausprobieren? Und was macht mir eigentlich Spaß?
(Studierende: Becker Constanze, Chen Xinyu, @nele.esteban , @fiorenza_giometti @pro.jenga, Greiner Anne-Catherine, @tinevraven )
Konzeption, Organisation und Durchführung | Symposium| Uni Stuttgart | 2018
Das Symposium “Fülle und Leere – Neue Impulse für die Diskussion über Stadt“ fand am 3. Mai 2018 in der Kirche St. Maria in Stuttgart statt. Als offener Denkraum als Diskussionsforum war es Teil eines fortlaufenden Forschungsthemas mit welchem sich der Lehrstuhl für Stadtplanung und Entwerfen des Städtebau-Institutes der Universität Stuttgart unter Martina Baum beschäftigt.
In der Stadt werden permanent – bewusst wie unbewusst – Dialoge zwischen Raum und Nutzer geführt. Wir diskutierten im Rahmen der Veranstaltung die Hypothese, dass dieser Dialog an und in städtischen Alltagsorten konstruktiv und stimulierend sein muss, damit Stadt – gesellschaftlich wie räumlich – robust und produktiv wirken kann. Im Rahmen der Veranstaltung Fülle und Leere luden wir unterschiedliche Disziplinen ein, ihre Perspektiven zu Fülle und Leere aufzuzeigen. Aus Philosophie, Soziologie, Theologie, Musik, Tanz, Kunst und Architektur bekamen wir neue Impulse für die Diskussion über Stadt.
Absatz
Folgende Referent:innen waren für Vorträge und Performances eingeladen. Prof. Dr. Armin Nassehi, München (Soziologie) Prof. Gabi Schillig, Düsseldorf (Kunst / Raumintervention) Prof. Dr. Dr. Habil. Hans-Joachim Sander, Salzburg (Theologie) Prof. Rainer Tempel, Musikhochschule Stuttgart (Jazz Komposition / Klavier) Prof. Julika Mayer, Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart (Theater) Prof. Martina Baum, Universität Stuttgart (Stadtplanung und Architektur)
Forschungsprojekt der Universität Stuttgart SI Städtebau-Institut Lehrstuhl für Stadtplanung und Entwerfen Prof. Dr. Martina Baum Sebastian Klawiter Hanna Noller Fotos: Sebastian Klawiter & Hanna Noller
Gesamtkonzeption der ersten IBA – Summerschool Stuttgart mit Sarah Behrens, Hanna Noller und Ina Westheiden.
Im Rahmen der IBA SUMMERSCHOOL wurden neue Möglichkeitsräume in der baden-württembergischen Hauptstadt ausgelotet. Sechs Architekturfakultäten aus Stuttgart, Nürtingen, Wien und Kopenhagen setzten sich für eine Woche gemeinsam aus ihren jeweiligen Blickwinkeln mit Stuttgart und seiner Region auseinander. Eingeladen, um an dem Diskurs teilzunehmen waren neben den Studierenden auch alle Stadt- und Kulturinteressierte. Morgendliche Input-Vorträge, intensive Workshops und abendliche Diskussionsrunden an der Bar verknüpften die Summerschool mit der Stadt. In einem großen Plenum am Ende der Summerschool wurden die im Laufe der Woche entstandenen Themen und Arbeiten präsentiert, diskutiert und kritisch hinterfragt.
Seminar Strategy of small interventions
Public space is a limited resource in cities and is shaped by the negotiation processes of different players. The most successful player in cities is usually the car, which manages to turn public space into a street space. This becomes particularly clear on the example of the play street – much street and less play.
As part of the IBA School 2017, the student group of the University of Stuttgart explored traffic and play spaces, developed interventions in dialogue, played at found places, explored possibilities and documented the experienced negotiation processes. Through interventions on site and in dialogue with the public, the perception of the potential of public space has been sharpened and additional possibilities of use identified. The strategies of small interventions such as sidewalk barbecues, football games on the street, and talks on parking lots can have a big impact on our future cities and can be considered as a starting point to see our surroundings in a completely new way.
17.07.2017 – 21.07.2017, Katholische Kirche St. Maria und Reallabor Spacesharing
Staff: Martina Baum, Daniel Schönle, Hanna Noller, Sebastian Klawiter, Jakob Rauscher
Students: Jasmin Steinmetz, Silva Maringele, Tillmann Bollow, Miriam Harst, Ludwig Müller, Julia Meister
Host: Architektenkammer Baden-Württemberg, Hochschule für Technik Stuttgart, Universität Stuttgart, Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen, Universidade de Porto, Akademie der Bildenden Künste Wien
Organisation: Hanna Noller&Sebastian Klawiter, Sarah Behrens und Ina Westheiden
Poster graphic: Mark Julien Hahn und Jan Robert Obst